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Abbé Franz Stock - Biography of Life

Abbé Franz StockFranz Stock (21 September 1904, Neheim – 24 February 1948, Paris) was a German Roman Catholic priest. He is known for ministering to prisoners in France during World War II, and to German prisoners of war in the years following.

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Franz Stock - a video portrait

FFS Video Dranz Stock - a video portrait (18 min.) This video will give the viewer an overview of both Franz Stock's life, as well as of his peace aiming actions.

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Schülergruppe des Franz-Stock-Gymnasiums auf den Spruen von Franz Stock

Schüler auf den Spuren von Franz Stock

Vom 15. bis 19. Juni 2026 unternahmen Schülerinnen und Schüler des Franz-Stock-Gymnasiums Arnsberg die traditionelle Gedenkstättenfahrt nach Paris und Chartres. Die Reise verband die Auseinandersetzung mit der Geschichte des Zweiten Weltkriegs und des Holocausts mit kulturellen Eindrücken und der Erkundung zweier bedeutender französischer Städte. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf dem Leben und Wirken des Priesters Franz Stock, der während der deutschen Besatzung Frankreichs zahlreichen Gefangenen und Verfolgten beistand und sich für die Versöhnung zwischen Deutschland und Frankreich einsetzte.

Bereits am Montagmorgen begann die Fahrt mit der gemeinsamen Abreise vom Dortmunder Hauptbahnhof. Nach der Ankunft in Paris erkundete unsere aus 21 Elftklässlerinnen und Elftklässlern sowie zwei Französischlehrkräften bestehende Gruppe das historische Stadtzentrum. Der Weg führte unter anderem am Hôtel de Ville (Rathaus), dem Louvre, den Tuilerien sowie der Île de la Cité mit der Kathedrale Notre-Dame entlang.

Den Abschluss des ersten Tages bildete eine stimmungsvolle Bootsfahrt auf der Seine, die einen beeindruckenden Blick auf die Sehenswürdigkeiten der französischen Hauptstadt ermöglichte.

Der nächste Tag begann mit dem Besuch des Eiffelturms, von dessen Aussichtsplattform sich ein weiter Blick über Paris bot. Anschließend hatten die Schülerinnen und Schüler Gelegenheit, das Künstlerviertel Montmartre sowie die Champs-Élysées zu erkunden. Ein gemeinsames Abendessen am Arc de Triomphe rundete den Tag ab.

Neben der Erkundung der Sehenswürdigkeiten stand der Besuch von Gedenkstätten im Mittelpunkt der Frankreichfahrt. So setzten sich die Jugendlichen beim Besuch des am Pariser Stadtrand gelegenen Mont Valérien, einer zentralen Hinrichtungsstätte der deutschen Besatzungsmacht während des Zweiten Weltkriegs, mit den Schicksalen zahlreicher Widerstandskämpfer auseinander. Gleichzeitig lernten sie die Bedeutung dieses Ortes für das Wirken Franz Stocks kennen, der dort den zum Tode Verurteilten als Seelsorger beistand und als wichtiges Bindeglied zwischen ihnen und ihren Angehörigen wirkte. Außerdem besuchte die Gruppe das Mémorial de la Shoah in Paris. Die Ausstellung vermittelte eindrucksvoll die Geschichte des Holocaust in Frankreich und regte dazu an, sich intensiv mit den Folgen von Ausgrenzung, Antisemitismus und nationalsozialistischer Gewalt auseinanderzusetzen.

SchülerInnen des Franz-Stock-Gymnasiums am Grab von Franz Stock

Am frühen Mittwochabend reiste die Gruppe weiter nach Chartres, einer weiteren Wirkungsstätte des Namensgebers unserer Schule. Nach dem Besuch seines Grabes in der Kirche Saint-Jean-Baptiste – dort wurde die Gruppe von Bernadette und Christian Tuvache empfangen – besichtigten die Schülerinnen und Schüler die berühmte Kathedrale von Chartres, die zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört.

Am Nachmittag folgte der Besuch des sogenannten „Stacheldrahtseminars“, des von Franz Stock geleiteten Priesterseminars für deutsche Kriegsgefangene nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs. Die von Jean Mercier auf Deutsch geführte Besichtigung ermöglichte sowohl den Schülerinnen und Schülern, die gerade erst Französisch lernen, als auch ihren fortgeschritteneren Mitschülerinnen und Mitschülern, die Bedeutung und Wirksamkeit dieses deutsch-französischen Versöhnungswerks besser zu verstehen. Franz Stock hatte dieses durch seinen unermüdlichen Einsatz für die Versöhnung unserer beiden Völker erst möglich gemacht. Wie ein deutscher Journalist aus Mainz über diese Seminaristen schrieb: „Das größte Paradox besteht darin, dass sie gerade in einem Kriegsgefangenenlager gelernt haben, frei zu sein.“

Am Abend konnten die Teilnehmenden die historische Altstadt bei der beeindruckenden Lichtinstallation „Chartres en Lumières“ erleben.

Am Freitag trat die Gruppe – wenn auch unter erschwerten Bedingungen wie großer Hitze und Zugausfällen – die Rückreise an. Die Fahrt bot den Schülerinnen und Schülern vielfältige Möglichkeiten, Geschichte unmittelbar an authentischen Orten zu erleben. Neben den kulturellen Höhepunkten von Paris und Chartres hinterließen insbesondere die Gedenkstätten sowie die Begegnung mit dem Leben und Wirken Franz Stocks einen nachhaltigen Eindruck. Die Reise machte deutlich, wie wichtig Erinnerung, Verantwortung und die deutsch-französische Verständigung auch heute noch sind.

Diese Fahrt wurde vom Franz-Stock-Komitee aus einem Spendenfonds finanziell gefördert. Dadurch wurde es ermöglicht, die Fahrt durchzuführen und den Schülerinnen und Schülern diese wertvollen Erfahrungen zu ermöglichen. Im Vorfeld hatte sich die Gruppe u. a. durch einen Besuch in der Gedenkstätte Elternhaus Stock auf die Reise vorbereitet.

(Ein Artikel erschien auch im französischsprachigen Bereich unserer Homepage)